Zukunftsorientierte Stallkonzepte für die MilchviehhaltungZukunftsorientierte Stallkonzepte für die Milchviehhaltung

Zukunftsorientierte Stallmodelle für die Milchviehhaltung

Welche Möglichkeiten gibt es, die Anforderungen der Kühe, der Ökologie und der Ökonomie in einem Stall zu vereinen? Das bundesweite Expertenteam "Gesamtbetriebliches Haltungssystem Rind - Milchkühe", das aus Vertretern und Vertreterinnen der Wissenschaft, Landesanstalten und Landwirtschaftskammern besteht, hat hierzu Modelle entwickelt.

Die Arbeitsgruppe hat jeweils Stallmodelle aus der Sicht des Tierwohls, der Ökologie und der Ökonomie entwickelt und in einem weiteren Schritt daraus einen "Kompromiss-Stall" abgeleitet. Die Modelle werden im Folgenden kurz vorgestellt. Die ausführlichen Beschreibungen sind in der BZL- Broschüre "Gesamtbetriebliches Haltungssystem Rind - Milchkühe" veröffentlicht.

Bei den verschiedenen Stallmodellen standen folgende Anforderungen im Vordergrund:

  • im Tierwohl-Stall: Gruppengröße, freies Liegen, Bewegung
  • im Ökologie-Stall: Flächenbedarf, Reduzierung von Emissionen
  • im Ökonomie-Stall: Arbeitszeit, Arbeitsplatzqualität und Automatisierung

Ziel der Stallplanung war es, einen Stall für 220 laktierende Kühe mit 30 Plätzen für trockenstehende Kühe ohne Nutzung von Altgebäuden zu konzipieren. Ansätze aus diesen Stallmodellen wurden abschließend in einem "Kompromiss-Stall" zusammengeführt.


Gesamtbetriebliches Haltungskonzept Rind - Milchkühe

Es werden drei Stallmodelle mit den Schwerpunkten Tierwohl, Umwelt und Ökonomie skizziert. Es zeigt sich, dass diese drei Zielgrößen nicht im Widerspruch stehen. Die drei Konzepte sowie ein daraus abgeleiteter "Kompromiss-Stall" geben Lösungsansätze für eine zukunftsfähige Milchviehhaltung. Die Konzepte beruhen auf dem Wissen und Erfahrungen einer bundesweiten Arbeitsgruppe von Kennern der Milchviehhaltung. 

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Alle Stallmodelle liefern Anreize und Ideen, wie neue Ställe zukünftig aussehen könnten oder bestehende Ställe in Teilbereichen angepasst werden können.

Beim Tierwohl lag der Schwerpunkt auf dem Tier mit den Parametern Gesundheit, Verhalten und Wohlbefinden. Bei der Ökologie spielten vor allem Emissionen, aber auch Flächenversiegelung und Energiebedarf eine Rolle und bei der Ökonomie stand die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Im "Kompromiss-Stall" wird gezeigt, dass sich diese drei Ansätze nicht widersprechen, sondern vielmehr gemeinsam zum Ziel führen.

Der "Kompromiss-Stall“ beinhaltet auf den ersten Blick viele konventionelle Elemente und scheint von einem Richtungswechsel in der Milchviehhaltung weit entfernt. In den Details stecken jedoch zahlreiche innovative Ansätze und Ideen, die die Milchviehhaltung zukunftsfähig machen und den relevanten Anforderungen an eine nachhaltige Milcherzeugung entsprechen, betonen die Autoren.

Letzte Aktualisierung 28.09.2022

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